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Den Finanzbeamten zum Weihnachtsmann machen

Den Finanzbeamten zum Weihnachtsmann machen

Nein, der Steuerzahler soll sich natürlich nicht am Outfit der Mitarbeiter seines Finanzamts vergreifen. Aber im übertragenen Sinne kann man sich vom Finanzamt gerade am Jahresende noch das eine oder andere Geschenk holen. Und wer freut sich nicht über eine finanzielle Entlastung zu Weihnachten?

Prämie für Riester einstreichen

Sie haben noch keinen Riester-Vertrag und wollen einen abschließen? Prima, dann sollten Sie das noch im alten Jahr machen. Denn für im alten Jahr abgeschlossene Verträge kann man die Prämie für das gesamte Jahr geltend machen. In Zahlen ausgedrückt bedeuten dies 154 Euro Grundzulage für jeden förderberechtigten Riester-Sparer. Für jedes Kind gibt es noch einmal weitere 185 Euro, für nach 2008 geborene Kinder immerhin sogar 300 Euro. Aber auch Berufseinsteiger profitieren, denn bei Abschluss von Riester unter 25 Jahren gibt es einen zusätzlichen Bonus von einmalig 200 Euro. Die Riester-Zulage muss jedes Jahr neu beantragt werden. Man kann allerdings auch beim Anbieter des Riester-Produkts gleich einen Dauerzulagenantrag stellen. Viele Arbeitnehmer können außerdem die Riester-Raten sowie die Zulagen als Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend machen, sofern die monatliche Rate mindestens 60 Euro beträgt. Sollte der errechnete Abzug die Zulagenhöhe überschreiten, zahlt das Finanzamt sogar die Differenz aus.

Gesundheitsausgaben lassen sich optimieren

Eine andere Möglichkeit zum Sparen gibt es bei den Gesundheitsausgaben. So kann man als privat Krankenversicherter beispielsweise die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zu zweieinhalb Jahre im Voraus entrichten. Das kann sich lohnen, denn in diesem Fall dürfen die Ausgaben steuerwirksam für das laufende Jahr als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dies ist allerdings nur für die Basisversicherung möglich, Beiträge für Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung fallen nicht darunter. Außerdem kann man als Steuerzahler die Kosten für medizinische Versorgung geltend machen, die nicht von einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Diese außergewöhnlichen Belastungen werden abzüglich eines zumutbaren Eigenanteils berücksichtigt, der sich nach Einkommen, Familienstand und Kinderzahl berechnet. Alles, was über den Eigenanteil hinausgeht, wird für die gesamte Familie anerkannt, also zum Beispiel Kosten für Brillen, Zahnersatz oder Medikamente.

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