Festgeld

Höchste Sicherheit, quasi kein Aufwand und Ihr Geld vermehrt sich von alleine. Das geht, wenn Sie Ihr Geld als Festgeld anlegen. Für diese Form der Geldanlage kursieren verschiedene Begriffe wie Laufzeitkonto, Festgeldkonto, Festzins- oder Termingeldanlage. Die Funktionsweise ist jedoch annähernd gleich. Sie legen einen Geldbetrag für einen bestimmten Zeitraum fest und kassieren dafür die einmal vertraglich vereinbarten Zinsen. Tendenziell gilt: Je länger man das Geld festlegt, desto höher ist der Zinssatz. Als Laufzeit für Festgeld bieten die Banken Zeiträume zwischen einem und 72 Monaten an.

Wie man ein Konto für Festgeld einrichtet:

Die Einrichtung eines Kontos für Festgeld ist einfach und meist kostenlos, ebenso wie die Kontoführung. Wenn Sie das Konto in einer Filialbank persönlich eröffnen, benötigen Sie dazu lediglich Ihren Personalausweis zur Legitimation. Bei vielen Banken können Sie das Festgeldkonto auch über deren Internetseiten beantragen bzw. bei Direktbanken geht es nur so. Die notwendige Legitimation erfolgt dann über das sogenannte PostIdent-Verfahren. Dazu laden Sie das Antragsformular, eventuell einen Freistellungsauftrag sowie ein PostIdent-Formular aus dem Internet herunter. Mit den ausgefüllten Unterlagen und Ihrem Personalausweis gehen Sie zur Post, die Ihre Identität bestätigt und die Unterlagen an die Bank weiterleitet. Sobald das Festgeldkonto eröffnet ist, überweisen Sie oder Ihre Bank, je nachdem was Sie vereinbart haben, den Anlagebetrag darauf. Zum Ende der Laufzeit können Sie neu entscheiden, was mit dem Festgeld geschieht. Oft bietet die Bank eine Verlängerung an. Sie sollten Ihre Entscheidung davon abhängig machen, ob die neuen Konditionen besser sind als andere dann aktuelle Angebote.

Mögliche Vor- und Nachteile bei der Festgeldanlage:

Bei einem Tagesgeldkonto können Sie flexibler über den Betrag verfügen, beim Festgeld ist dafür der Zinssatz garantiert. So ist von vorneherein sicher, wie hoch die Auszahlungssumme am Ende ist. Etwas ärgerlich ist natürlich, wenn die Zinsen während der Laufzeit ordentlich steigen sollten.

Je nach Höhe des Betrags, den Sie als Festgeld anlegen wollen, kann auch die Mindestanlagesumme eine Hürde sein. Es gibt zwar Banken, bei denen eine Mindestanlage von lediglich 500 Euro erforderlich ist, meistens liegt der Betrag aber zwischen 2.500 und 5.000 Euro.

Die Einlagensicherung

Bei deutschen Geldinstituten ist Ihr Geld auf einem Festgeldkonto in der Regel doppelt abesichert: Bei der Insolvenz eines Instituts greift zunächst die gesetzliche Einlagensicherung. Hierdurch sind pro Bankkunde 90 Prozent des Betrags, maximal 20.000 Euro, abgesichert. Darüber hinaus sind die meisten Geldinstitute Mitglied des Einlagensicherungsfonds privater Banken bzw. gehören dem Einlagensicherungssystem der Sparkassen und Genossenschaftsbanken an. Hierüber sind auch Einlagen abgesichert, die einen Betrag von 20.000 Euro übersteigen.

Bei ausländischen Banken können die Regelungen anders sein, auch wenn zumindest in der EU alle Banken über nationale Entschädigungseinrichtungen die Spareinlagen ihrer Kunden bis zu 90 Prozent, maximal 20.000 Euro, absichern müssen.

Tipps und Hinweise:

Da Sie für einen bestimmten Zeitraum nicht über das Festgeld verfügen können, sollten Sie vorher überlegen, auf wie viel Geld Sie längerfristig verzichten können. Denn falls Sie an das Geld vorzeitig ranmüssen, verlieren Sie möglicherweise den kompletten Zinsertrag.

Vergleichen Sie die Festgeldangebote der verschiedenen Geldinstitute. Im Internet finden sich zahlreiche aktuelle Übersichten. Auch die Stiftung Warentest unterzieht in ihren Finanztests die Bedingungen für Festgeld immer wieder dem Vergleich.

Prüfen Sie auch, ob ein attraktiv hoher Zinssatz tatsächlich für den ganzen Betrag gilt. Manchmal gibt es die hohen Zinsen nämlich erst ab einem bestimmten Betrag. Für alles, was darunter liegt, erhalten Sie dann weniger

Oftmals bieten Direktbanken höhere Zinsen für Festgeld als Filialbanken.

Denken Sie auch daran, einen Freistellungsauftrag einzurichten oder einen bestehenden gegebenenfalls aufzustocken, um unnötige Steuern zu sparen.

Informieren Sie sich in jedem Fall darüber, bis zu welcher Summe Ihr Geld bei der jeweiligen Bank vor Verlust gesichert ist.