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Strompreise

Hohe Strompreise 2013

Wieder sind zu Jahresbeginn die Strompreise für viele Privathaushalte drastisch gestiegen. Das Ende der Fahnenstange ist dabei noch lange nicht erreicht und früher oder später werden auch diejenigen Stromanbieter nachziehen, die bisher noch abwarten. Den Bürgern wird erklärt, dass die Energiewende mit ihren Auswirkungen für diese Entwicklung verantwortlich sei. So müsse die EEG-Umlage steigen und natürlich is

t auch die Entlastung für die stromintensive Industrie zur Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf die Verbraucher umzulegen. Nicht zuletzt ist da noch der Ausbau der Stromnetze, denn ohne diese kann der Ökostrom aus Windkraftanlagen im Norden Deutschlands nicht in den Süden transportiert werden. All dies klingt nachvollziehbar und logisch, weswegen die Verbraucher sich über die Preisanhebungen zwar ärgern, nichtsdestotrotz die Situation aber notgedrungen hinnehmen. Immerhin gibt es von Seiten der Politik ja auch diverse Ratschläge, wie man als Privathaushalt mit höheren Strompreisen umgehen sollte – man kann ja weniger verbrauchen.

Strompreise an der Strombörse gehen zurückObwohl das natürlich stimmt, haben viele Haushalte ihr Potential zum Stromsparen bereits weitgehend ausgeschöpft. Somit schlägt jede weitere Tariferhöhung spürbar zu Buche. Wirklich ärgerlich wird es aber dann, wenn man sich ansieht, wie sich die Strompreise für die Großabnehmer entwickeln. Hatte man allgemein damit gerechnet, dass nach der Verkündung des Atomausstiegs die Kosten für Energie auch auf der Erzeugerseite nach oben gehen würden, hat der erhöhte Anteil erneuerbarer Energien erheblich dazu beigetragen, dass an der Strombörse die Preise sogar zurückgegangen sind. Höhere Beschaffungskosten können also kaum das Argument für die ständigen Strompreiserhöhungen sein.

Grüne fordern Entlastung der Privathaushalte

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat in einer Studie für die Bundestagsfraktion der Grünen ermittelt, dass die Stromkosten für die energieintensiven Betriebe in Deutschland um satte 22 Prozent zurückgegangen sind (im Zeitraum von Januar 2008 bis Oktober 2012). Von einer solchen Entwicklung können normale Verbraucher nur träumen. Dementsprechend sehen die Grünen auch keinen Sinn mehr darin, die Industrie unter dem Hinweis auf deren Wettbewerbsfähigkeit weiter zu entlasten, während viele Privatleute ihren Strom kaum noch bezahlen können. Immerhin hat die Bundesregierung inzwischen eine Prüfung der Rücknahme der Entlastungen für solche Betriebe angekündigt, die nicht wirklich im internationalen Wettbewerb stehen. Bisher reichte es für eine Entlastung aus, einen besonders hohen Stromverbrauch nachzuweisen.

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