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Die Aktien von Luftfahrtunternehmen werden für Anleger zunehmend interessanter. Unabhängig von der Wirtschafts- und Finanzkrise boomt das Geschäft hier beinahe immer, weil auch und gerade in Krisenzeiten die großen Fluggesellschaften auf die Kunden zählen können, die wichtige Geschäftsreisen unternehmen. Doch auch die Erholung der Wirtschaft in den letzten Monaten trägt viel zum Aufschwung bei Luftfahrtaktien bei. Nicht nur um Fluggesellschaften wie die Aktie der Lufhansa dreht es sich hierbei, sondern auch um die Aktien der Flugzeughersteller, allen voran Airbus und Boeing.

Boeing und Airbus sind trotz diverser Schwierigkeiten Topaktien

Zwar haben beide Unternehmen mit Problemen bei der Einführung neuer Modelle zu kämpfen, was die Geschäfte bisweilen dämpft, doch können beide Firmen mit entsprechenden Großaufträgen diese Einbußen fast immer mehr als wettmachen. So hat die erhebliche Verzögerung bei der Einführung des sogenannten Dreamliners der amerikanischen Firma Boeing kaum geschadet, weil das Endprodukt nun den Erwartungen voll und ganz entspricht. Ähnliches erhofft sich Airbus bei der weiteren Einführung des Super-Jumbos A-380, der zuletzt mit Triebwerksproblemen zu kämpfen hatte. Dennoch ist das Flugzeug bei den Gesellschaften, die es bereits verwenden, eine feste Größe geworden.

Sorgen bereitet der Militärtransporter von Airbus

Ein Sorgenkind von Airbus ist der Militärtransporter A-400M. Er hätte schon vor einigen Jahren in Dienst gestellt werden sollen, hat aber aufgrund der komplizierten Triebwerkstechnik und der neuen Fertigungsmethoden immer wieder für Verzögerungen gesorgt. Zudem gehen die Kosten zunehmend durch die Decke. Da die Abnahme durch die am Projekt beteiligten Länder allerdings mehr oder weniger garantiert ist, dürfte dies für die Anleger kein großes Problem darstellen. Durch die Lappen gegangen ist den Europäern allerdings ein Großauftrag des amerikanischen Militärs für ein neues Tankflugzeug. Hier hatten sich Boeing und Airbus einen Schlagabtausch geliefert. Zunächst hatte sich das Pentagon bei der Ausschreibung für Airbus entschieden, dann aber auf Druck der amerikanischen Lobby für Boeing entschieden.

Triebwerkshersteller profitieren fast immer

Für clevere Anleger, die sich an beiden Unternehmen beteiligen, sind solche Auseinandersetzungen letztlich aber irrelevant, denn Airbus und Boeing dominieren noch immer den Weltmarkt. Die zaghaft aufstrebende Konkurrenz aus Russland oder China kann noch lange nicht mit den beiden Branchenriesen mithalten. Ähnliches gilt bei den Fluggesellschaften für die Lufthansa, die nicht über schlechte Geschäfte klagen kann. Besonders lukrativ kann die Investition in Aktien von Triebwerksherstellern sein, da diese nicht selten sowohl Boeing als auch Airbus mit ihren Produkten beliefern und so in jedem Fall von den vollen Auftragsbüchern beider Hersteller profitieren. Hier ist allen voran die Aktie von General Electric zu nennen, die seit Jahren stabile Gewinne einfährt.

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