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Lohnt sich die Investition in amerikanische Häuser?

Lohnt sich die Investition in amerikanische Häuser?

In den Nachrichten war seit dem Ausbruch der Finanzkrise von 2009 immer wieder die Rede von der Immobilienblase in den Vereinigten Staaten, die für zahlreiche Amerikaner zum Fiasko geworden war. Seit den späten 1990er-Jahren war es selbst für wenig kreditwürdige Kunden ohne Weiteres möglich, sich den Traum vom Eigenheim über günstige Kredite zu erfüllen. Die Banken gaben beinahe jedem einen Kredit, der auch nur ein annähernd geregeltes Einkommen nachweisen konnte. So unterschrieben die Kunden die Verträge, ohne genau darauf zu achten, dass die Zinsen variabel gestaltet waren. Was nicht mehr und nicht weniger bedeutete, dass die Banken im Angesicht der Finanzkrise plötzlich die Zinsen stark erhöhten und die monatlichen Raten für viele Hausbesitzer nicht mehr zu finanzieren waren. In der Folge kam es zu Versteigerungen und Räumungen, die für die Betroffenen meist dramatische Folgen hatten.

US-Immobilienmarkt wird als Geldanlage interessant

Betroffen von dieser Immobilienblase waren aber durchaus auch Besserverdiener, weswegen so manch attraktives Bauobjekt nun ohne Besitzer dasteht. Auf dem amerikanischen Immobilienmarkt herrscht noch immer eine Flaute, da die Häuser einen Großteil ihres Wertes eingebüßt haben und nur mit großen Nachlässen verkauft werden können. Für Investoren kann aber gerade dies der richtige Zeitpunkt sein, diese Gelegenheit zur Geldanlage zu nutzen. Auch für deutsche Anleger kann diese Variante interessant sein, denn im Vergleich zum deutschen Immobilienmarkt sind Grundstücke und Häuser in den USA im Durchschnitt ohnehin erschwinglicher (von extrem teuren Beispielen wie etwa Manhattan abgesehen). Nimmt man nun noch die Abschläge hinzu, die es seit dem Platzen der Immobilienblase gegeben hat, ergibt sich eine interessante Perspektive.

Geburtenrate steigt in den USA weiter an

Während in Deutschland der demografische Wandel dazu führt, dass immer weniger Familien Nachwuchs produzieren und die Gesellschaft langsam überaltert, sind die Vereinigten Staaten derzeit das einzige Land in der westlichen Welt, wo die Geburtenrate nach wie vor nach oben zeigt. Was bedeutet das nun für den Anleger? Die Immobilien in den USA sind momentan noch zu extrem günstigen Preisen zu haben. Das wird aber nicht so bleiben, denn Experten prognostizieren schon jetzt, dass die Familien, die in den vergangenen fünf bis zehn Jahren Nachwuchs produziert haben, einen entsprechenden Bedarf für Wohnraum erzeugen – schließlich werden diese Kinder in absehbarer Zeit selbst Wohnungen und Häuser benötigen. Die Erwartung von Investoren, dass die Immobilienpreise in Zukunft wieder den realen Wert der Häuser abbilden werden, ist also durchaus begründet.

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