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Nach der Leitzinssenkung: Was gibt es noch für Tagesgeld und Festgeld?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen gesenkt. Mit dem neuen Satz von 0,75 Prozentpunkten haben bereits einige Banken die Zinsen für die Konten ihrer Tages- und Festgeldanleger ebenfalls gesenkt. Wer also jetzt Geld anlegen möchte, muss genau hinschauen, um möglichst viel daraus zu machen. Glücklicherweise haben gerade die Topanbieter ihre Zinsen bislang noch nicht gesenkt. Doch die Zinsen bei einigen Banken sind von der Leitzinssenkung sehr schnell erfasst worden. So zahlt die Comdirect für zehnjährige Anlagen neuerdings 0,25 Prozent weniger als zuvor. Bei Anlagen mit vierjähriger Laufzeit beträgt die Kürzung 0,1 Prozent. Da für die Kunden jedes Zehntelprozent zählt, sind also die Produkte gefragt, bei denen die Zinssätze unverändert bleiben.

Sicherheit der Einlagen großes Thema

Interessant klingt da das Angebot der spanischen Santander Direktbank, wo es für Festgeld über einen Zeitraum von drei Jahren 3,1 Prozent gibt. Ähnlich gut sieht es bei der österreichischen Deniz-Bank aus, die 3,0 Prozent zahlt. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus? Gerade bei Anlagen in Ländern, bei denen die Eurokrise ihre Wirkung zeigt, zögern die Anleger momentan. Die Furcht, ihr Geld möglicherweise zu verlieren, ist größer als noch vor einigen Jahren. Begründet ist sie im Falle der genannten Banken allerdings nicht. So ist die Santander Direktbank über den Einlagensicherungsfonds abgesichert, weswegen die Kunden hier keinen Totalverlust befürchten müssen.

Auch beim Tagesgeld auf Sicherheit achten

Beim Tagesgeld ist man aufgrund der höheren Flexibilität in der Lage, kurzfristig seine Anlagen wieder flüssig zu machen. Dafür gibt es natürlich etwas weniger Zinsen als beim Festgeld. Gerade aber für Anleger, die ihre Gelder nicht langfristig binden wollen, ist und bleibt das Tagesgeld eine interessante Wahl. Hier buhlen verschiedene Banken mit vergleichsweise guten Zinsen um die Kunden. So zahlen sowohl die Postbank als auch die Cosmos Direkt und die GEFA Bank mit 2,5 Prozent auf Tagesgeld den derzeitigen höchsten Satz am Markt. Speziell bei der Postbank sind die Einlagen mit einer Höhe von jeweils über 1,5 Milliarden Euro abgesichert, weswegen der normale Kunde sich hierüber wohl keine Sorgen machen muss. Etwas geringer sind die Absicherungen bei GEFA und Cosmos Direkt, hier liegen die Sicherungssummen bei 250.000 bzw. 100.000 Euro je Kunde. In jedem Fall sollten Anleger die Konditionen aufmerksam vergleichen, denn Änderungen sind kurzfristig jederzeit denkbar.

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