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Lebensversicherung

Lebensversicherung

In den vergangenen Monaten und Jahren konnte man bei Finanzexperten immer wieder hören, wie schlecht die Lebensversicherungen inzwischen geworden sind. Neuabschlüsse lohnten sich kaum noch und auch die bestehenden Lebensversicherungen seien nicht wirklich rentabel. Dies liegt zum einen an den vergleichsweise hohen Verwaltungsgebühren und Abschlusskosten, zum anderen an der langen Laufzeit. Viele Versicherte müssen an irgendeinem Punkt im Leben die Lebensversicherung vorzeitig kündigen und zahlen dann kräftig drauf. Nicht zuletzt haben jedoch die niedrigen Zinsen die Lebensversicherung als Altersvorsorge komplett unattraktiv gemacht, weswegen sie bei Fachleuten immer öfter als Auslaufmodell gilt. Bestätigt werden solche Aussagen offenbar durch andere Faktoren, wie der Absenkung des Garantiezinses auf 1,25 Prozent zu Jahresbeginn. Zumindest hatte diese Absenkung kurzzeitig für einen Zuwachs bei den Neuabschlüssen gesorgt, weil diejenigen, die eine Lebensversicherung ohnehin abschließen wollten, noch den höheren Garantiezins mitnehmen konnten. Zur Absicherung einer Familie im Todesfall eignet sich die Lebensversicherung natürlich nach wie vor – nur als bewährte Altersvorsorge scheint sie nicht mehr zu funktionieren. Die Versicherer merken dies natürlich, denn sie können mit den Produkten kaum noch Gewinn machen und geraten unter Umständen in Schieflage. Diese Gefahr sieht jedenfalls der Internationale Währungsfonds IWF, der in diesem Zusammenhang sogar vor einer regelrechten Finanzkrise warnt.

Neue Ideen braucht das Land

Die Versicherer müssen sich also etwas einfallen lassen, wenn die Lebensversicherung nicht aussterben soll. Die Gothaer Versicherung hat ein neues Produkt präsentiert, das den Anforderungen vieler Kunden durchaus entgegenkommt. Mit VarioRent-ReFlex will die Gothaer den Drahtseilakt zwischen lohnender Rendite und gleichzeitiger Sicherheit für den Anleger schaffen. Dies soll über ein System mit drei Standbeinen erreicht werden: In den ersten Topf fließen Sparbeiträge, mit denen der Deckungsstock mit Garantieverzinsung gebildet wird. Dadurch ist ein Teil des Geldes sehr sicher angelegt. Der zweite Topf enthält die Gelder, die in einen Fonds investiert werden, um eine höhere Rendite zu erzielen, als es mit normalen Lebensversicherungen derzeit möglich ist. Der dritte Topf hingegen enthält Gelder für die flexible Investition in Börsenprodukte, die je nach der jeweiligen Situation schnell umgeschichtet werden können.

Große Flexibilität bei hoher Sicherheit

Der große Vorteil dieser Police liegt in ihrer hohen Flexibilität. So kann der Kunde die Beiträge durchaus auch einmal reduzieren, wenn seine persönliche wirtschaftliche Situation es erfordert. Umgekehrt sind auch außerplanmäßige Zuzahlungen möglich. Auf Wunsch kann der Kunde sogar kostenfreie Fondswechsel beauftragen. Natürlich gibt es bei dieser Variante der Lebensversicherung ein gewisses Verlustrisiko, doch die Gothaer will die Furcht davor durch zwei Garantien abschwächen. Zum einen wird garantiert, dass der Versicherte bei Rentenbeginn immer mindestens die Beiträge ausgezahlt bekommt, die er eingezahlt hat. Zum anderen sorgt eine jährliche Sicherung der Rendite für den Erhalt bereits erwirtschafteter Gewinne. Diese beiden Garantien machen das Produkt auch für konservative Anleger durchaus interessant. Fachleute sehen das ähnlich, denn die Analysten von Morgen & Morgen verliehen diesem Versicherungsprodukt die Bestnote in ihrer Bewertung. Natürlich bieten inzwischen auch andere Versicherungen ähnliche Konzepte an, weswegen die Lebensversicherung wohl auch in Zukunft nicht sterben wird.

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