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Altersvorsorge mit staatlicher Hilfe optimieren

Private Vorsorge parallel zur staatlichen Rente ist also beinahe zwingend notwendig...

Dass die durchschnittliche Rente in Zukunft für viele Betroffene nicht mehr ausreichen wird, ist bekannt. Verschärft wird diese Situation durch die zunehmenden Brüche in den Lebensläufen. War es früher die Regel, viele Jahrzehnte in einem bestimmten Betrieb zu arbeiten, ist dies inzwischen eher die Ausnahme. Wer größere Lücken durch Arbeitslosigkeit oder andere Ausfälle hat, muss vom zu erwartenden Rentenniveau der Zukunft noch mehr abziehen. Die private Vorsorge parallel zur staatlichen Rente ist also beinahe zwingend notwendig, wenn man nicht in die Altersarmut rutschen möchte. Dabei liegen die staatlich geförderten Modelle in ihrer Attraktivität fast immer vor anderen Produkten der Altersvorsorge. Unter Umständen kann man damit seine künftigen Rentenbezüge deutlich erhöhen, wenn nicht sogar verdoppeln.

Je früher desto besser

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, privat vorzusorgen. Die bekannteste Form der Rentenabsicherung dürfte die sogenannte Riester-Rente sein. Aber auch Rürup- und Betriebsrente spielen eine große Rolle auf dem Markt der Vorsorgeprodukte. Eine Binsenweisheit ist dabei eigentlich offensichtlich: Je früher man anfängt, desto größer ist die Rendite, während sich der monatliche Einzahlungsbetrag erheblich reduziert. Dabei ist vor allem die Betriebsrente attraktiv, denn sie kann auch zu anderen Arbeitgebern mitgenommen werden. Aber auch die Riester-Rente wird dank doppelter staatlicher Förderung von vielen bevorzugt. Welches Modell sich für wen rechnet, hängt von vielen Faktoren ab, die hier im Einzelnen den Rahmen sprengen würden, zumal auch steuerliche Unterschiede auftreten.

Starke Unterschiede beim Einzahlungsbetrag

Ein Beispiel verdeutlicht jedoch die Rechnung: Für junge Sparer unter dreißig Jahren kann sich bei einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 30.000 Euro (brutto) mit einem Sparbetrag von 200 Euro monatlich die spätere Rente von etwa 1600 Euro auf über 3200 Euro erhöhen. Hier hilft die lange Einzahlungsdauer durch die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre. Dank staatlicher Förderung trägt dieser Versicherte am Ende nur rund 180.000 Euro von insgesamt über 300.000 Euro (brutto) an Beiträgen. Ein zehn Jahre älterer Sparer muss für eine Rentenverdoppelung schon tiefer in die Tasche greifen, kann aber immer noch einen Brutto-Netto-Vorteil von rund 80.000 Euro erwarten. Schwierig wird es für Arbeitnehmer, die bereits die 45 überschritten haben. Hier kann trotz kräftiger Förderung des Staats und hoher Einzahlungsbeträge von 600 Euro monatlich kaum noch eine Verdoppelung der Rente erreicht werden.

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