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Wertvolle Steuertipps

Wertvolle Steuertipps

Alljährlich müssen Arbeitnehmer ihre Steuererklärung abgeben. Wer dabei nicht auf bestimmte Dinge achtet, verschenkt Geld an den Staat. Für die meisten Steuerzahler wird die Sache immer im Frühjahr akut, denn der Stichtag für die Steuererklärung 2013 ist der 31. Mai 2014. Höchste Zeit also, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie man sich etwas vom Finanzamt zurückholen kann. Eines der wichtigsten Formulare bei der Steuererklärung ist für Arbeitnehmer die Anlage N (sowie die Anlage N-AUS).

Werbungskosten: Auch der Weg zur Arbeit zählt

Hier geht es vor allem um die sogenannten Werbungskosten, die vom Steuerzahler glaubhaft gemacht oder bestenfalls konkret belegt werden müssen. Damit kann der Arbeitnehmer beispielsweise den Weg zur Arbeit mit pauschal 30 Cent pro Kilometer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte geltend machen. Diese Pauschale wird unabhängig davon gezahlt, wie Sie auf die Arbeit kommen. Sowohl Autofahrer als auch Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrradfahrer und Fußgänger können sie in Anspruch nehmen. In der Regel erkennen die Steuerbehörden bereits ohne Einzelnachweis rund 230 Fahrten an, wenn fünf Tage in der Woche gearbeitet wird. Bei sechs Tagen sind es bis zu 280 Fahrten. Fahrtkosten werden vom Finanzamt zudem grundsätzlich bis zu einem Betrag von maximal 4500 Euro im Jahr berücksichtigt. Diese Grenze gilt allerdings nicht, wenn man mit dem PKW zur Arbeit fährt. Ein guter Tipp: Lassen Sie sich den Kilometerstand Ihres Autos zu Beginn und am Ende des Jahres von Ihrer Werkstatt dokumentieren. Nutzen Sie hingegen öffentliche Verkehrsmittel, werden die tatsächlichen Kosten in voller Höhe anerkannt, auch wenn sie die Entfernungspauschale überschreiten sollten. Gerechnet wird beim Finanzamt immer nach der kürzesten Straßenverbindung, die zwischen Wohnsitz und Büro besteht. Dennoch können auch längere Strecken akzeptiert werden, wenn sie tatsächlich verkehrsgünstiger sein sollten als die kürzere Strecken. Achtung: Laut Bundesfinanzhof ist hierbei nicht unbedingt eine Zeitersparnis entscheidend (Az. VI R 19/11 bzw. VI R 46/10).

Heimbüro unter Umständen ebenfalls absetzbar

Auch Bürobedarf, Büromöbel, Computer sowie Fachliteratur sind in unbegrenzter Höhe absetzbar, sofern Zahlungsbelege existieren und die angeschafften Mittel zum größten Teil beruflichen Zwecken dienen. Auch das hat der Bundesfinanzhof bestätigt (Az. GrS 1/06). Bei Anschaffungen, die einen Betrag von 487,90 Euro (inkl. MwSt.) übersteigen, wird eine anteilige Aufteilung auf die Nutzungsdauer vorgenommen. Wie lange diese Nutzungsdauer ist, hängt von den jeweiligen Utensilien ab. So werden Computer im Allgemeinen mit drei Jahren Lebensdauer veranschlagt. Bis zu einem Betrag von 110 Euro werden Aufwendungen für Arbeitsmittel auch ohne Belege als Werbungskosten anerkannt. Ebenfalls ohne konkrete Nachweise können bis zu 20 Prozent der monatlichen Telefonrechnung (aber nicht mehr als 20 Euro) abgesetzt werden. Arbeitet man hauptsächlich von daheim aus, sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (dazu zählen Miete, Ausstattungskosten, Versicherungsbeiträge, Steuer) vollständig absetzbar, sofern das Büro tatsächlich den beruflichen Mittelpunkt bildet. Steht kein anderer Arbeitsplatz für die Tätigkeit zur Verfügung, können pauschal Kosten bis zu einer Höhe von 1250 Euro abgezogen werden. Weiterhin voll absetzbar sind Ausgaben für berufliche Fortbildungen, Zweitausbildungen oder Umschulungen. Hier können nachgewiesene Kosten für Seminare, Reisen, Kursgebühren und Fachliteratur geltend gemacht werden. Achtung: Eine Erstausbildung ist nur als Sonderausgabe absetzbar.

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