0
Verbraucherkredit

Verbraucherkredit

Unvorhergesehene Anschaffungen können die Finanzplanung stören. Sei es ein Schaden am Auto, der unbedingt repariert werden muss oder eine kaputte Waschmaschine. In dieser Situation ist der Griff nach einem Verbraucherkredit häufig die einzige Möglichkeit. Doch wie günstig sind die Verträge für die Kunden wirklich? Das Problem mit dem Dispo ist die sehr hohe Zinsbelastung. Obwohl die Zinssätze für die Kreditinstitute seit Jahren gegen Null laufen und somit eine fast kostenlose Geldbeschaffung für die Banken ermöglichen, werden die Kunden oft mit hohen Zinsen belastet, die weit über dem liegen, was für einen Verbraucherkredit anfällt.

Die Werbung täuscht häufig über die Realität hinweg

In der Werbung klingt das dann super. Beste Konditionen, niedrige Zinsen, flexible Rückzahlung – warum also nicht zum Verbraucherkredit greifen? Grundsätzlich ist dieser meist eher zu empfehlen als ein Dispo. Doch auch hier gibt es Fallstricke. Zum einen sind nicht alle Anbieter wirklich seriös, man sollte also stets bei den einschlägig bekannten Kreditinstituten bleiben und keine zwielichtigen Kreditangebote wahrnehmen, bei denen entweder horrende Zinsen anfallen oder die im Zweifel sogar eine Betrugsmasche darstellen können. Besonders oft werben (auch seriöse) Banken mit niedrigen Monatsraten und sehr günstigen Zinsen. Das klingt gut, doch welchen Zinssatz der Kunde letztlich wirklich von der Bank bekommt, hängt sehr von dessen Bonität ab. Die optimalen Zinsen aus der Werbung bekommt kaum ein Kunde. Dennoch können sich auch solche Kredite im Vergleich zum Dispo immer noch rechnen.

Effektiver Jahreszins ist wichtig

Häufig verstecken die Institute höhere Zinsen in den niedrigen Monatsraten, damit der Kunde die Belastung nicht so spürt. Aber gerade bei größeren Beträgen mach sich die hohe Zinslast schließlich langfristig bemerkbar. Wichtiger ist also die Höhe des effektiven Jahreszinses, den man am Ende tatsächlich zu zahlen hat. Werbung ist eben nicht alles. Vorsicht bei Kopplungsgeschäften: Die Banken verkaufen gerne eine Zusatzversicherung gegen Zahlungsunfähigkeit bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Diese sind jedoch oft unnötig und springen längst nicht in jedem Fall ein. Der Wunsch nach dem Zahlungsschutz im Todesfall ist für die Bank verständlich, doch für den Kunden nicht unbedingt nötig. Gibt es beispielsweise keine Erben, die im Zweifel gegenüber der Bank haften müssen, braucht sich der Kunde eigentlich nicht darum zu kümmern, was nach seinem Tod passiert. In jedem Fall sollte eine solche Versicherung stets gesondert ausgewiesen sein (inklusive der Kosten!).

Alternativen prüfen

Geht es nur um eine einzelne Anschaffung wie eine Waschmaschine, kann man auch durchaus die günstigen Finanzierungsangebote der großen Händler nutzen. Zwar bieten auch diese keine „echte“ Nullprozentfinanzierung, weil die Kosten für die Kredite in den Produktpreis eingerechnet werden, doch sind diese Finanzierungen in der Regel einfacher zu bekommen als ein größerer Verbraucherkredit. Was beim Produkt selbst gilt, gilt aber auch beim Kredit: Der Kunde sollte die Angebote stets sorgfältig vergleichen!

Kommentare sind deaktiviert.