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Ratenkredite sind mittelfristige Kredite

Ratenkredite sind mittelfristige Kredite und werden in festen monatlichen Raten getilgt. Mit ihnen finanziert man Konsumgüter, beispielsweise Autos, Möbel oder Reisen. Einen Ratenkredit umzuschulden heißt, entweder für diesen ein günstigeres Angebot bei einer anderen Bank anzunehmen oder das Darlehen durch einen neues, höheres bei der gleichen Bank zu ersetzen oder mehrere Ratenkredite bei einer Bank zusammenzufassen. Die Umschuldung eines Ratenkredites macht dann Sinn, wenn Kreditzinsen gesenkt, monatliche Ratenzahlungen oder Kreditlaufzeiten verringert und somit Kosten eingespart werden. Deshalb lohnt sich ein Kreditkostenvergleich.
Zu vergleichen sind immer die effektiven Jahreszinsen, weil diese (fast) alle Gebühren und Kosten des Darlehens enthalten. Nicht enthalten sind zusätzliche Besicherungskosten eines Kredites, beispielsweise die Beiträge für eine Restschuldversicherung gegen Krankheit, Tod oder Arbeitslosigkeit. Wenig sinnvoll ist es, die Angebotsbeispiele im „Schaufenster“ oder Internet zu vergleichen, denn die Zinsen für Ratenkredite sind immer bonitätsabhängig. Das bedeutet, dass Ausgaben und Einnahmen sowie die persönliche Situation jedes Kreditnehmers geprüft und ihm entsprechend seiner Zahlungsfähigkeit ein individueller Zinssatz genehmigt wird. Dieser kann erheblich von den Rechenbeispielen der Kreditanbieter abweichen. Man muss sich also vor der Umschuldung eines Ratenkredites konkrete personenbezogene Angebote einholen, auch wenn das den Score-Wert bei der Schufa durch die damit verbundenen Anfragen ungünstig beeinflusst.

Zu beachten ist, dass seit 11.06.2010 die neue Verbraucherkreditrichtlinie gilt. Alle vor diesem Datum abgeschlossenen Verträge können jederzeit nach sechs Monaten mit vierteljährlicher Kündigungsfrist kostenfrei abgelöst werden. Neue Kreditverträge können dagegen monatlich gekündigt und umgeschuldet werden, dafür aber nicht mehr kostenlos. Der bisherige Darlehensgeber darf eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnen, die auf maximal ein Prozent der vorzeitig zurückgezahlten Kreditsumme begrenzt ist. Die Bearbeitungsgebühr für den bisherigen Ratenkredit wird bei Ablösung jedoch nicht zurückerstattet oder es werden sogar zusätzliche Gebühren verlangt. Alle diese Entgelte sind bei einer Ratenkreditumschuldung unbedingt zu berücksichtigen.
Da die Kreditinstitute sehr unterschiedliche Konditionen haben, lohnt es vor allem bei langlaufenden Darlehen, sich während der Laufzeit zu informieren, ob es inzwischen bessere Zinsangebote gibt und Einsparungen möglich sind. Umschuldungen sollte man bei Überschuldung vermeiden. Wenn es nur noch darum geht, einen Ratenkredit durch den nächsten zu ersetzen, ist eine seriöse Schuldnerberatung die erste Adresse.

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