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Wenn der Gasanbieter zu teuer ist

Wenn der Gasanbieter zu teuer ist

Schon seit über einem Jahrzehnt haben die Verbraucher in Deutschland die Möglichkeit, ihren Gasversorger zu wechseln. Zu Beginn der Liberalisierung der Energiemärkte gab es nur wenige Anbieter, die Kunden an bestimmten Orten beliefern konnten. Das hat sich sehr geändert. Inzwischen gibt es durchschnittlich an jedem Wohnort in Deutschland rund 50 Gasanbieter, aus denen der Verbraucher wählen kann. Besonders lohnt sich das, wenn man vorher noch nie gewechselt hat. Denn wie beim Strom gilt auch beim Gas, dass man ohne Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einem anderen Anbieter in der sogenannten Grundversorgung mitläuft. Der örtliche Grundversorger ist normalerweise derjenige Anbieter, dem auch das Versorgungsnetz gehört. Die Grundversorgungstarife sind jedoch sehr teuer, und Kunden, die noch nie gewechselt haben, befinden sich fast immer in einem solchen Tarif.

Viel Geld wird verschenkt

Das Sparpotenzial ist erheblich: Beim erstmaligen Wechsel kann der durchschnittliche Haushalt mehrere hundert Euro im ersten Jahr sparen. Beträge zwischen 400 und 600 Euro sind keine Seltenheit. Schon der Wechsel in einen günstigeren Tarif beim gleichen Anbieter lohnt sich oft. Wie viel man sparen kann, ermittelt man am besten mit einem unabhängigen Vergleichsrechner im Internet. Zwar stellen auch die Energieversorger solche Rechner bereit, doch die sind meistens auf ihre eigenen Angebote optimiert. Die unabhängigen großen Portale haben stets die aktuellen Tarife und haben alle verfügbaren Anbieter für den Wohnort gelistet. Der Wechsel geht einfach über die Bühne und kann fast immer online beauftragt werden. Wichtig ist hierbei, die AGB zu lesen (vor allem hinsichtlich möglicher Bonuszahlungen) und die eventuelle Kündigungsfrist des laufenden Vertrags zu beachten. Man sollte sich nie langfristig binden, damit man flexibel bleibt und den Gasanbieter bei Bedarf schnell wechseln kann.

Jährlicher Preisvergleich macht Sinn

Überhaupt sollten jedes Jahr die Gaspreise verglichen werden. Vorkasse-Tarife werden nicht empfohlen, denn wenn der Energieversorger insolvent wird, läuft man seinem Geld hinterher. Wichtig: Bei einer Preiserhöhung besteht immer ein Sonderkündigungsrecht, das man allerdings schnell nutzen muss. Sollte man als Mieter keinen direkten Vertrag mit dem Gasanbieter haben, sprechen Sie mit dem Vermieter. Er muss dafür sorgen, einen wirtschaftlich günstigen Anbieter zu suchen. Häufig wird dies vernachlässigt, weil für den Vermieter die Gaskosten ein durchlaufender Posten sind und die Mieter nicht an die Wechselmöglichkeit denken. Als Direktkunde kann man alles selbsttätig in die Hand nehmen und den Wechsel beauftragen.

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