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Aktiv gemanagten Investmentfonds: Kosten minimieren

Aktiv gemanagte Investmentfonds: Kosten minimieren

Nicht unerheblich für das Anlageergebnis sind die Kosten eines Investmentfonds. Sie können die Rendite je nach Anlagedauer um über zwei Prozentpunkte mindern. Beim Fondskauf haben Sie mehrere Möglichkeiten, die über die Höhe der Kosten entscheiden.

Kaufen Sie über den Berater Ihrer Hausbank, fallen die höchsten Gebühren an, der Ausgabeaufschlag ist in voller Höhe zu entrichten. Dieser ist abhängig von der Fondsart und kann bei 10.000 Euro leicht 500 bis 600 Euro betragen. Eventuell lassen Berater mit sich über einen Rabatt verhandeln, sofern sie Kompetenzen für Reduzierungen besitzen. Darüber hinaus verlangen Filialbanken relativ hohe jährliche Depotgebühren. Erwirbt man den Investmentfonds direkt bei der Fondsgesellschaft gibt es ebenfalls kaum Rabatte, dafür aber ein preiswerteres Depot.

Kostengünstiger ist der Erwerb von Fonds über Direktbanken, Fondsvermittlerplattformen oder Börsen. Onlinebanken oder Discountbroker bieten keine oder wenig Beratung, aber eine breite Palette von Fonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag und kostenlose Depots. Üblich sind 25 bis 100 Prozent Rabatt. Beim Kauf von Fondsanteilen über die Börse entfällt der Ausgabeaufschlag. Das lohnt sich bei größeren Anlagesummen, da es im Börsenhandel Spreads und Mindestprovisionen gibt. Interessant ist das Angebot der Börse Hannover, die einen Pauschalpreis für Fondskäufe ausweist.

Die TER (Gesamtkostenquote) zu vergleichen, reicht nicht aus, denn sie enthält längst nicht alle Entgelte. Schauen Sie sich den Verkaufsprospekt des Fonds vorab genauer an. Wie hoch sind Bestandsprovision, Management- und Verwaltungsgebühren? Fallen Verkaufs-, Wechselgebühren oder ein Rücknahmeabschlag an? Diese Kosten werden von den meisten Anlegern übersehen, da sie dem Fondsvermögen entnommen werden und auf Abrechnungen nicht extra ausgewiesen sind. In der Gesamtkostenquote des Fonds sind Ausgabeaufschlag, Transaktionskosten und ein anderer Kostenfaktor, den man kritisch betrachten sollte, nicht enthalten: die erfolgsabhängigen Vergütungen. Bei ihnen ist nicht allein die Höhe ausschlaggebend, sondern man muss sich ansehen, auf welchen Vergleichsmaßstab sich der Prozentsatz bezieht und ob Verluste zunächst mit Gewinnen verrechnet werden. Ausgewiesen werden Gewinnbeteiligungen von 10 bis 20 Prozent, die Ihre Rendite negativ beeinflussen, aber meist zu keinem zusätzlichen Nutzen führen. Bevorzugen Sie ältere Fonds, die ohne Performance-Gebühren auskommen.

Wie hoch der Einfluss der Kosten ist, hängt davon ab, wie oft Sie welche Summen investieren und umschichten und ob Sie dabei Beratung benötigen.

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