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immobilienblase-2012-13

Sind Immobilien die Lösung?

Das Geld ist für Banken so billig wie nie zuvor. Wenn diese sich Geld leihen, ist der sogenannte Leitzins von entscheidender Bedeutung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auch die Finanzexperten überrascht, als sie kürzlich diesen Leitzins auf magere 0,25 Prozent abgesenkt hat. Für die Banken ist das eine gute Entwicklung, weil es den Geldmarkt am Laufen hält. Für Sparer und Anleger ist es allerdings keine gute Nachricht, weil die ohnehin niedrigen Zinsen jetzt noch weiter absinken. Glücklicherweise ist die Inflationsrate in Deutschland derzeit noch immer relativ gering, so dass das Sparen für die meisten Anleger noch nicht zum Minusgeschäft wird. Das könnte sich aber ändern, denn wenn die Inflationsrate wieder einmal über zwei Prozent steigt, ist der Punkt erreicht, an dem man durch das Sparen aufgrund der niedrigeren Verzinsung von vielleicht 1,5 Prozent unter dem Strich Geld verliert. Damit wären alle alten Mathelehrer widerlegt, die den Schülern früher in einem Beispiel gezeigt haben, dass man ein Sparkonto nur lange genug liegen lassen muss, damit man aufgrund der Verzinsung reich wird.

Sind Immobilien die Lösung?

Auch beim Tagesgeld und anderen ähnlichen Anlagen wird die Luft immer dünner, während man für Dispokredite lächerlich hohe Zinsen bezahlen muss. Aber das ist ein anderes Thema. Um auch von den Niedrigzinsen zu profitieren, empfehlen Experten nach wie vor die Investition in Immobilien. Gerade wer jetzt einen Immobilienkredit benötigt, kann dies mit einiger Sicherheit zu günstigen Zinsen realisieren – was langfristig große Vorteile mit sich bringt. Auch wenn die Leitzinsen nicht direkt an diese Entwicklung gekoppelt sind, ist zumindest zu erwarten, dass der kürzlich erfolgte Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen erst einmal wieder ein Fall für die Akten ist. Das gute alte Sparbuch wird jedoch immer unattraktiver und möglicherweise bald zum Geldvernichter, sobald die Inflationsrate den Ertrag übersteigt.

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